Ein Auge sieht,
das andere fühlt.
Paul Klee

Vergoldungen

Vergoldungen.

Gold gilt auch als das Edelste aller Metalle und ist ein Werkstoff von hohem ästhetischem, geistigem und materiellem Wert. Goethe bezeichnet Gold „als die nächste Farbe am Licht“. Seit tausenden von Jahren an regen seine Schönheit, sein Glanz und seine Farbe wie auch seine Unveränderlichkeit die Menschen dazu an, Gegenstände mit feinen Goldschichten zu schmücken.

Für meine Vergoldungsarbeiten wende ich hauptsächlich die Technik der Ölvergoldung an. Dies ist eine alte Handwerkskunst und wird vorwiegend für Kunstschmiedearbeiten wie Wirtshausausleger- und schilde, Kirchturmkugeln und Uhren, Firmenlogos, Grabkreuze etc. angewandt. Möglich sind auch Vergoldungen von geschnitzte Holzfiguren, die im Freien platziert werden und farblich gefasst sind. Diese erhalten durch Teilvergoldungen eine ganz besondere Note bekommen.

Bei der Ölvergoldung ist es wichtig, je nach Untergrund einen entsprechenden Lackaufbau zu machen und die Zwischentrocknungszeiten präzise einzuhalten. Sobald der jeweilige Lackaufbau entsprechend durchgetrocknet ist, wird das Anlegeöl aufgebracht, welches als „Kleber“ für das nur 1:100000 Millimeter dünne Goldblättchen dient. Kurz bevor das Anlegeöl ganz trocken ist, kann die Vergoldung beginnen. Den Zeitpunkt zwischen „ klebt noch“ und „ist noch nicht zu trocken“ gilt es exakt und mit großer Achtsamkeit zu ermitteln. Wird das Gold zu früh oder zu spät aufgebracht, misslingt die Vergoldung.